Photovoltaikzentrum produziert Strom

Die Tücken des Winters behindern den Aufbau

(hl) – Nach nur vier Wochen reiner Bauzeit wurde bereits Ende des Jahres 2010 das Photovoltaikzentrum auf dem Dach der jetzigen Soccerhalle des Eisenbahner-Sportvereins in Bischofsheim in Betrieb genommen. „Im Dezember hatten wir leider mit den Tücken des Winters zu kämpfen“, so der 1. Vorsitzende Otto Baitz bei der Inbetriebnahme des neuen ESV-Photovoltaikzentrums. Sein Dank galt daher den Mitarbeitern der Bauausführung, die bei Regen, Schnee und Eiseskälte ihre schwierige Arbeit auf dem Dach verrichten mussten.

Seit einigen Monaten ist die Anlage bereits am Netz und produziert Sonnenstrom. Die Gewinnung von sauberem Strom durch die Sonnenergie stößt beim ESV-Vorstand auf offene Ohren. Und das Menetekel von Japans Atomenergie hat viele Menschen jetzt einmal die Kehrseite dieser Stromgewinnung aufgezeigt. Doch zurück zum ESV. Bereits 2005 bekam das Dach des Vereinsheimes eine Solar-Anlage verpasst. Den damaligen Verhältnissen angepasst, war diese Solaranlage mit 10 Modulen auf einer Fläche von 21 Quadratmetern schon eine beachtliche Größe. Doch dieses Mal wollte man etwas Größeres. Denn nach Berechnungen der Fachleute wird die Sonnenenergie noch etwa fünf Milliarden Jahren eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle bleiben.

So war es nur noch eine Frage des richtigen Timings, bis der ESV-Vorstand das Projekt  „Soccerdach“ aus der Taufe hob. Mit dabei die Firma inek-Solar AG in Bischofsheim. Schon bei der Planung des Photovoltaikzentrums stand die Vermeidung einer Verschattung der Modulen im Vordergrund. Auch dieses Problem lösten die Ingenieure hervorragend. So konnte das Dach mit einer Fläche von 1800 Quadratmetern mit 1006 Modulen bestückt werden.

Auch die Leistungen können sich sehen lassen. So werden in Spitzenzeiten bis zu 203 Kilowattpeak erzeugt. Das bedeutet eine Jahresleistung an Sonnenstrom von 167000 Kilowattstunden. Damit können 41 Vierpersonenhaushalte problemlos ein ganzes Jahr mit Sonnenstrom versorgt werden. Und die Umwelt wird außerdem noch geschont. Denn die Vermeidung von Kohlenstoffdioxid schlägt mit insgesamt 116900 kg zu Buche. Somit leistet der ESV einen großen Beitrag zur Gewinnung einer umweltfreundlichen Energie. Neben der Soccerhalle wurde noch eine 20-KW-Station installiert. Von dort aus geht der Sonnenstrom direkt ins Netz.

Somit gibt es auch keine Kosten für den Netzausbau. Das ESV-Photovoltaikzentrum ist nach Angaben der Firma inek-Solar AG ein sogenanntes Bürgerkraftwerk. Das bietet nämlich die Möglichkeit, dass die Bürger sich auch mit einer finanziellen Beteiligung einkaufen können.

Ein Dankeschön ist der Arbeitslohn

Neujahrsempfang als Dankeschön für die Mitarbeit

(hl) -- Der ESV Bischofsheim mit seinen 10 Abteilungen hat viele fleißige Hände, um den umfangreichen Sport- und Freizeitbetrieb über das ganze Jahr aufrecht zu erhalten. Dafür muss die Freizeit und in einigen Fällen auch der wohlverdiente Urlaub geopfert werden. Ein Dankeschön ist dann der Arbeitslohn für die geleistete Arbeit und der wird auf dem Neujahrsempfang des ESV ausgesprochen.

So war es auch in diesem Jahr. Das Vereinsheim des ESV am Schindberg stand für dieses Ereignis wieder im Mittelpunkt des Geschehens. In der Begrüßungsrede des 1. Vorsitzenden Otto Baitz dankte er den vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus geschäftsführendem Vorstand, Abteilungen und Ehrenrat für ihr positives Wirken zum Wohle des Vereins. „Ohne diese Mitwirkung wäre der ESV nicht lebensfähig“ waren die Schlussworte seiner Rede.

Detlef Gärtner vom Vereinsring Bischofsheim nahm sich dem gleichen Thema an. Er verglich die Ehrenamtlichkeit der Mitglieder mit den bekannten Heinzelmännchen. „Der Vorstand hat Heinzelmännchen, die heute hier ein Loch stopfen und morgen sich anderen Problemen stellen. Ständig zum Wohle des Vereins. Heinzelmännchen eben, die im Stillen wirken“.

Nun wartete das Büfett auf die Gäste. Dieser Part lag wieder in den Händen von Charly Koch und seiner agilen Küchencrew. Dabei gab es wieder Raum für weitere Gespräche. So wurde auch das neue ESV-Solarzentrum an diesem Tag angesprochen. Denn ein Blick aus den Fenstern des Vereinsheimes zeigte sonderbare Aktivitäten auf dem Dach der Tennishalle. Es ist die Halle, welche heute von der „Indoor Soccer GmbH“ als Fußballhalle „Kick Mit“ ganzjähriges Fußballvergnügen anbietet. Die zu sehenden Bauarbeiten auf dem Dach ergeben eine Fotovoltaik-Anlage. Das fertige Teilstück ist allerdings bereits am Netz und speist zur Zeit schon 30 kWP ein. So viel ist dazu noch zu sagen, dass nach Fertigstellung des ESV-Solarzentrums nach den Berechnungen der Ingenieure 180 kWP eingespeist werden können. Aber das wird dann eine neue Geschichte. 

Und als dann am Nachmittag die beiden Mannschaften der Abteilung Sportkegeln um jeden Kegel kämpften, verweilten die letzten Treuen des ESV noch beim angeregten Plausch.

Treue zum ESV ist eine Herzenssache

Jubilaren- und Sportler werden an diesem Abend geehrt

(hl) – Ein alter Brauch des Eisenbahner-Sportvereins Blau-Gold Bischofsheim ist im Oktober der Ehrenabend. Mit dabei sind alle siegreichen Sportlerinnen und Sportler, die das blau-gelbe Banner auf das berühmte Treppchen brachten. Selbstverständlich mit dabei auch die langjährigen aktiven und passiven Jubilare, die mindestens 15 Jahre dem ESV die Treue gehalten haben.

Mit seinen 51 Lebensjahren ist der ESV zwar noch ein Jungspund unter den vielen älteren Vereinen in Bischofsheim, welche locker ihre 75 Jahren und mehr auf dem Buckel haben. Aber Meister haben wir schon immer in unseren Reihen gehabt und werden diese auch noch in der Zukunft zeigen können.

Mit der Begrüßung der Ehrengäste mit Bürgermeister Reinhard Bersch, Werner Neufeld und Otto Steinert als Ehrenmitglieder des ESV, sowie Helmut Schnoor vom Vereinsring Bischofsheim fing der Reigen des Ehrenabends an. „Der ständige Wechsel des Geschehens durch alle 51 Jahre ist mit Personen des ESV Bischofsheim eng verbunden“, so Otto Baitz in seiner Eröffnungsrede, „die eine treue Mitgliedschaft, eine ehrenamtliche Mitarbeit und in leitenden Positionen diesen Verein getragen haben“.

Dass dies nicht alle zur Ehrung anstehenden Mitglieder so sehen, ergab sich aus der vorhandenen Ehrenliste. „Von den 24 Jubilaren sind leider heute Abend nur 10 dabei, wobei keiner der Jubilare für die 15-, 20- oder 25-jährige Mitgliedschaft anwesend ist“, bedauerten Baitz und Knödler das Desinteresse an dieser Feier.

Also begann man für 30 Jahre Mitgliedschaft Sylvia Nowak und Hermann Schlömer zu ehren. Seit 35 Jahren halten Karl-Hans Gräber und Karl-Heinz Römer dem ESV die Treue. Hedwig Lang und Werner Schmarowsky sind seit 40 Jahren dabei. Thomas Feldmann, Martha Neufeld, Manfred Olesch und Fritz Prell brachten es auf 45 Jahre Treue zum ESV.

Für sportliche Leistungen konnten Otto Baitz und Nils Knödler, letzterer als Mitglied der Abteilung Angeln & Casting seine Abteilungskollegen ehren. So holte Oliver Schmarowski sich den Titel eines Deutschen Meisters im Meereswerfen (Casting). Und im Binnenwerfen (Casting) schaffte er mit nur einem Punkt Differenz die Vizemeisterschaft. Zusammen mit Bernd Schmarowski holten sich die Fischer in beiden Disziplinen auch noch die Deutsche Meisterschaft.

Aus den Bereichen der Freizeitabteilungen gelang es Gerhard Frank aus der Abteilung Automodellsport Offroad in der Kategorie „Buggy 1:8“ sich den Titel eines Deutschen Meisters zu erkämpfen. Und wenn man eine Woche noch zurückblickt, dann feierten die Modellbahner bei den 9. ESV-Modellbahntagen im Bürgerhaus Bischofsheim ebenfalls große Erfolge. Das brachte zwar keinen Meistertitel, aber 1202 Besucher können sich nicht irren.

Der Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine (VDES) als Dachverband aller Eisenbahner-Sportvereine würdigte am Ende der Ehrungen noch Herbert Lang, Abteilungsleiter der Abteilung Modellbahn/Modellbau und Pressesprecher des ESV mit der silbernen Ehrennadel für die besondere Leistung um den Eisenbahnersport. Von der Abteilung Angeln & Casting bekam Abteilungsleiter und Präsident des Verbandes Hessischer Fischer, Niklas Hafenrichter, die goldene Ehrennadel des VDES, ebenfalls für die besondere Leistung um den Eisenbahnersport.

Dass solche Feierlichkeiten, trotz aller Sparmaßnahmen, nicht zum 0-Tarif zu haben sind, wird jedem einleuchten. Und je nach Umfang muss der Verein entsprechend tief in die Tasche greifen. Beim ESV lief dies anders. „Danken darf ich den Sponsoren des heutigen Abends, für die Sachspenden der Kreissparkasse Groß-Gerau. Für Geldspenden geht mein Dank an die Volksbank Mainspitze e.G. und an die Sparda Hessen,“ so Otto Baitz.

Zum Schluss ging es in den gemütlichen Teil über. Diesen Part eröffnete Charly Koch mit seiner Küchencrew. Mit vorzüglichem Essen und Getränken im Kreise der großen Vereinsfamilie gab es regen Gesprächsbedarf über  vergangene Zeiten, aber auch die Zukunft war Thema dieses Abends. Als die letzten Gäste sich auf den Heimweg machten, stand der Vollmond leuchtend über dem 4,5 Hektar großen Gelände. Als wollte er noch den Heimkehrern zurufen: „Schaut her, was ihr alles geschaffen habt, und das in 51 Jahren“. Treue zum ESV ist und bleibt auch in Zukunft eine Herzenssache.

 

Wunder gibt es immer wieder

Eine Müllhalde verschwindet vor der Haustür des ESV

(hl) – Wer jetzt zum Eisenbahner-Sportverein auf den Schindberg kommt, traut seinen Augen nicht. Man muss tatsächlich zweimal hinsehen, um es wahrzunehmen. Keine blauen Plastikmüllsäcke, keine Matratzen, Schuhe oder anderer Unrat liegt vor der Haustür des Bischofsheimer Sportvereins. Was ist da passiert? Nun, in trauter Gemeinsamkeit zwischen dem Eisenbahner-Sportverein, der Bischofsheimer Gemeindeverwaltung und der DB Netz Instandhaltung Mainz geschah ein kleines Wunder. Denn nicht nur der Müll wurde entsorgt. Auch die Bauruine mit dem Schrankenposten 10, ein Überbleibsel des alten Bahnüberganges, fiel der Spitzhacke zum Opfer. Mit schwerem Gerät schaffte der Bautrupp mehrere Tage intensiv an der Beseitigung. Und zum Abschluss gab es als Zugabe noch einen Zaun dazu.

Jetzt ist wieder alles sauber und der Eisenbahner-Sportverein kann sich durch diese Maßnahme wieder in das richtige Licht setzen. Was auch dringendst notwendig war. Denn zum Wochenende stand bereits auf dem Rhein-Main-Circuit das internationale „Warm Up“ an. Mit insgesamt 225 Fahrer aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Schweden, Schweiz, Tschechien und Österreich ging es an mehreren Tagen um den Sieg.

Somit bleibt für den Eisenbahner-Sportverein nur noch ein herzliches Dankeschön zu sagen für die Kooperation mit der Gemeindeverwaltung Bischofsheim und der DB Netz Instandhaltung Mainz für diese unbürokratische und schnelle Lösung.

 

Deutsche Eisenbahnerkegler erfolgreich

Sieben Nationen am Start

(hl) – Internationale Treffen symbolisieren eine über die nationalen Grenzen hinausgehende Kooperation und Gemeinschaft der beteiligten Länder. Dies ist auch das Bestreben des Verbandes der Deutschen Eisenbahnersportvereine (VDES). Neben sportlichen Höchstleistungen, der Kameradschaft und dem großen Idealismus ist auch das Pflegen von Freundschaften ein wichtiger Aspekt.

So war man hoch erfreut, als die Einladung zu den 14. Internationalen Eisenbahnermeisterschaften im Sportkegeln vom Dachverband der Östereichischen Eisenbahnersportvereine ins Haus flatterte. Mit einer Damen- und Herrenmannschaft machte man sich auf den Weg nach St. Urban in Österreich. Bekannt durch den Urbanibrunnen und den in der Nähe liegenden Faaker See. Ein See, an dem man wunderbar urlauben kann. Aber dazu waren die Keglerinnen und Kegler um Delegationsleiter Otto Baitz nicht hierher gekommen.

Insgesamt sieben Nationen wie Bulgarien, Deutschland, Polen, Slowakei, Tschechien, Weißrussland und Gastgeber Österreich waren am Start. Drei Tage dauerten die Internationalen Meisterschaften im Einzel- und Mannschaftswettbewerb an. Dabei kamen die vielen Zuschauer auf ihre Kosten. Sie sahen spannende Spiele, die mit wenigen Kegeln Vorsprung entschieden wurden. Wobei die deutschen Eisenbahnersportkeglerinnen den zweiten Platz im Mannschaftswettbewerb erreichten. Die Herren kamen auf den dritten Platz. Im Einzelwettbewerb der Männer errang Jörg Schnell einen ausgezeichneten zweiten Platz. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, so Delegationsleiter Otto Baitz vom ESV Bischofsheim in seinem Resümee, „guter Sport war zu sehen und die Betreuung ganz hervorragend. Ein Erlebnis, das noch lange nachwirken wird“.