Abteilungen zeigen ihr Können

Am Schindberg geht es sportlich zu

(hl) – Einen Tag später – man schreibt den 14.6.2008 – stand der Schindberg im Mittelpunkt der sportlichen Abteilungsaktivitäten. „Schindberg“ – in früheren Jahren ein Abstellplatz für die große Bahn der DB hat sich seit dieser Zeit gewaltig verändert. Doch an diesem Tag gab es wieder Dampf. Dampf aus einer Lok in einem kleineren Maßstab als ihr großer Bruder. So fauchte und zischte die Dampfbahn Runde um Runde neben dem Festzelt. Die Erwachsenen und die Kinder saßen gemütlich hinter dem Lokführer und schnupperten den Geist vergangener Tage.

Wenige Meter daneben rauschten die Züge im Modellbahnraum durch liebliche Landschaften. Hier sind die Modellbahner zu Hause. In den 11 Jahren des Bestehens haben bereits 47 Module das Licht der Modellbahnwelt erblickt. Auch hier nur strahlende Gesichter. Groß und Klein waren begeistert und viele Kinder sah man mit einem Regler in der Hand als Lokführer.

Angeln & Casting ließ an diesem Tag ebenfalls das Feuer nicht ausgehen. Standen doch leckere Räucherforellen auf dem Programm. Und dann noch warm verzehrt, das schmeckte den vielen Besuchern. Bei diesem Andrang war die Prüfung der Wasserqualität eine reine Nebensache.

Die Leichtathleten begannen mit dem 24-Stundenlauf und die Fußballer machten sich bereits warm für das Turnier. Am späten Nachmittag dann die Einweihung des neuen Rasenplatzes mit dem Fußballturnier. Der strahlende Sieger: ESV Blau-Gold Bischofsheim.

 Mittlerweile bereiteten sich die „Summer Wines“ auf ihren Auftritt vor. Rock vom Feinsten - später kamen noch die „Daddy Longleggs“. Im Festzelt ging jetzt die Post ab. Alles rockte und rockte bis in die frühen Morgenstunden. Und draußen auf dem Gelände liefen einsam und verlassen immer noch die Leichtathleten ununterbrochen Runde um Runde.

Als am nächsten Morgen – man schreibt den 15.6.2008 – die Sonne hinter dem Wolkenvorhang hervorkam, um ihre warmen Strahlen auf den Schindberg zu werfen, ging es weiter mit dem Frühschoppen. Der letzte Läufer der Leichtathleten war nun auf der Bahn und beendete mit Runde 544 den 24-Stundenlauf. In dieser Zeit wurden insgesamt 217,6 km gelaufen für einen sozialen Zweck. Denn der Erlös der Startgebühren ging an die Kinderkrebsstation in Mainz. 

Für die Kegelfreunde stand noch ein Leckerbissen auf dem Programm. Denn auf der 4-Bahnen-Kegelanlage des ESV standen sich eine Rhein-Main-Auswahl und Olympia Mörfelden gegenüber. In der vollbesetzten Halle wurde fair und verbissen um jeden Leistungspunkt gekämpft. So dauerte es fast drei Stunden bis der Sieger Olympia Mörfelden mit seinem hochkarätigen Weltmeister, den Hessenmeistern und Bezirksmeistern den Kampf für sich entscheiden konnte. Im Endergebnis erreichten die Mörfeldener 2737 LP. Die Rhein-Main-Auswahl erreichte 2565 LP.

 

Delegiertenversammlung im Jubiläumsjahr

Delegierten formen die Zukunft

(hl) – Wenn sich im März die gewählten Delegierten aus allen Abteilungen auf den Weg zum Schindberg begeben, dann wird neben dem Jahresrückblick auch das Augenmerk auf die Zukunft gerichtet. So auch in diesem Jahr, wo der ESV als Geburtstagskind seinen runden „50er“ feiert. Die Form einer Delegiertenversammlung wird bereits seit 1980 durchgeführt. Sinn und Zweck dieser Einrichtung ist, dass jede Abteilung anteilmäßig ihrer Mitgliederzahl stimmberechtigte Delegierte entsenden darf.

Nach der Begrüßung und dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder ging es mit dem Geschäftsbericht weiter. Der 1. Vorsitzende Otto Baitz zeigte in einer detaillierten Aufstellung, welche Dimensionen an Verwaltungsarbeit zu leisten war und auch in Zukunft zu bewältigen ist. Dass hier die Einbindung weiterer Mitarbeiter notwendig war, konnten die anwesenden Delegierten nachvollziehen.

Die Entscheidung der Delegierten im Jahre 2006, das Gelände in der Größe von 4,5 Hektar am Schindberg zu kaufen, war mit Blick auf die Zukunft eine richtige Entscheidung. Auch die Öffnung für „Nichtsport-Abteilungen“ wie Modellbahn und Offroad haben sich bereits bewährt. Beide Abteilungen leisten einen Beitrag, der sie über die Grenzen von Bischofsheim hinaus bekannt gemacht hat.

Das Geld spielt – wie bei allen anderen Vereinen – auch beim ESV eine große Rolle. Eine ordnungsgemäße Buchführung bestätigt der Kassenbericht 2007 von Inge Dahl. Ein ausgeglichener Haushalt 2007 und ein angepasster Haushaltsplan 2008 lassen da keine Turbulenzen aufkommen. Frank Baumann als Revisor bestätigte die Korrektheit des Kassenwesen.

Die Berichte der Abteilungen brachten das gewohnte Spiegelbild eines Vereines, der lebt und mit aktiven Abteilungen für Furore sorgt. Angeln & Casting mit der Hege des Silbersees. Wobei die Zerstörungen immer wieder für zusätzliche Arbeit sorgt. Offroad mit seinen nationalen und internationalen Renntagen. Fußball mit seiner Weltmeistertruppe im Trainieren. Gymnastik mit einem vielseitigen Angebot. Kegeln mit den drei Herrenmannschaften. Unvergessen die erste Bundesliga der „Adler-Damen 1“. Leichtathletik mit seinen vielen jugendlichen Kreis- und Bezirksmeister. Und zuletzt die Modellbahner mit ihren Heimspielen bei den Modellbahntagen, bei Bahnhofsfesten oder auf dem Bischofsheimer Weihnachtsmarkt. 

Wahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Da alle Kandidaten zur Wiederwahl bereit waren, gab es für den Wahlausschuss wenig zu tun. So wurden wieder gewählt: 1. Vorsitzender Otto Baitz, 1. Kassenwartin Inge Dahl und 1. Schriftführer Reinhard Meixner. Der Ehrenrat mit Volker Gottschalk, Willfried Lang, Werner Schmarowski.

Bei Festausschuss-Sprecher Herbert Lang von den Modellbahnern stand natürlich der 50. Geburtstag im Fokus der Berichterstattung. Zum Vortrag kam das gesamte Jahresprogramm 2008. Wobei die Höhepunkte der Feierlichkeiten mit der Jubiläumsfeier im Bürgerhaus am Freitag, dem 13. Juni beginnen werden. Samstags und sonntags geht es dann auf dem Sportgelände am Schindberg weiter. Weitere Details erfährt man rechtzeitig aus der Presse. Daneben gab es die ersten frisch aus der Druckerpresse erschienen Exemplare der Festschrift.

Mit der Einstimmung auf viele Veranstaltungen im Laufe des Jahres machten sich die Delegierten wieder auf den Weg nach Hause. Es war ein guter Tag für den Eisenbahner-Sportverein. Und würden die Männer der ersten Stunde um Hubert Reichelt und Heinz Landgraf heute noch einmal erscheinen, dann könnten sie die Früchte ernten, die sie damals im Juni 1958 säten.

25 Jahre Silbersee-Patenschaft

Ein Seerundgang mit Bürgermeisterin Ulrike Steinbach

(hl) – 25 Jahre im Dienst für die Allgemeinheit pflegt und hegt die Abteilung Angeln & Casting des Eisenbahner-Sportvereins Blau-Gold Bischofsheim e.V. den Silbersee. Aus einem verdreckten und vermüllten Gewässer ist im Laufe der Jahre ein Biotop der Spitzenklasse geworden. So mussten Pappeln gefällt und mit standortgerechten Gehölzen wieder aufgeforstet werden. Neben den Über- und Unterwasserpflanzen kamen noch artbedrohte Fischarten, wie Moderlieschen, Bitterlinge und Wildkarpfen dazu.

Bei den jährlich stattfindenden Generalreinigungen wurden dabei so manche Kuriositäten aus dem Wasser gefischt. Matratzen, ganze Pakete von Wochenzeitungen, Möbelstücke, sogar Nummernschilder wurden neben dem üblichen Unrat zu Tage gefördert. Heute gibt es andere Negativ-Erscheinungen. Hundekot, Hausmüll oder Vandalismus an Info-Tafeln, Bäumen oder Sträucher sind zu beklagen. Von Beginn an begleitete Abteilungsleiter Niklas Hafenrichter mit seinen Anglern das Gewässer und formte es in dieser Zeit zu einem sehenswerten Biotop. Aus gesundheitlichen Gründen musste er jetzt die Leitung der Abteilung an seinen Nachfolger Nils Knödler abgeben.

So führte der neue Abteilungsleiter die aus elf Personen bestehende Gruppe mit Bürgermeisterin Ulrike Steinbach, dem Gemeindevorstand sowie den Vertretern des ESV um den See. Vorbei an dem Todholzhaufen (Benjeshecken) oder den Steinmauern, die zusätzlich noch ein hohes Artenreichtum unzähliger Kleinstlebewesen eine neue Heimat bieten.

Oder die mitten im See liegende Schwimminsel aus Lärchenholz, die 1991 mit Hilfe der Bischofsheimer Feuerwehr im Gewässer verankert wurde, um so den brütenden Wasservögeln einen Zufluchtsort zu bieten. Weiter geht der Rundgang zu einem leicht zugänglichen Angelplatz. Nichts Besonderes wird man beim Lesen dieser Zeilen sagen. Doch dies ist schon etwas Besonderes. Dieser Platz wurde 2007 für gehbehinderte Menschen von den Anglern des ESV in Eigenregie angelegt und erfreut sich großer Beliebtheit.

Bei so vielen Aktivitäten blieben die Ehrungen nicht aus. Bereits 1995 wurde der Umweltschutzpreis als Ehrenpreis des Regierungspräsidenten überreicht. 2002 wurde die Seepatenschaft der Abteilung Angeln & Casting von der Gemeinde Bischofsheim in einen 12-jährigen Pachtvertrag umgewandelt. Und 2009 gab es die Auszeichnung als „Alltagshelden 2009“. Dies in einer Feierstunde im Landratsamt Groß-Gerau.

„Der Silbersee wird regelmäßig vom Gewässerwart einer chemisch-biologischen Untersuchung unterzogen  und dokumentiert. Seit vielen Jahren ist der See eine grüne Oase, in der sich nicht nur Menschen wohlfühlen“, so Abteilungsleiter Nils Knödler. Dank dieser Aktion tummeln sich im See bereits 22 Fischarten. Weitere 83 Blumen- und 26 Insektenarten haben ebenfalls ihr Zuhause in diesem Biotop gefunden. Auch die Vögel sind hier mit 43 Arten heimisch geworden.

Lassen wir den Abteilungsleiter Nils Knödler noch einmal zu Wort kommen: „Für die Abteilung Angeln & Casting ist es schon lange zur Aufgabe geworden, nicht nur den Angelfreunden eine Stätte der Erholung zu bieten, sondern allen Menschen, die gerne eins mit der Natur sind und dem Alltag entkommen wollen“. Daran hat auch die Gemeinde Bischofsheim ein starkes Interesse. Und für den ESV Bischofsheim immer ein offenes Ohr, wenn es sich um ein Kleinod handelt, wie es nun einmal der Silbersee darstellt.

50 Jahre ESV und immer jung geblieben

Die Festwoche kann beginnen

(hl) – Es sind jetzt 50 Jahre geworden und ab Freitag,13.6.2008, beginnt die langersehnte Festwoche mit der Jubiläumsveranstaltung im Bürgerhaus Bischofsheim, sowie an den weiteren Tagen auf dem Sportgelände am Schindberg.

Die Heimstatt des ESV Blau-Gold Bischofsheim e.V. ist immer noch weit entfernt von der Ortsmitte der Gemeinde Bischofsheim. Dort, wo sich heute mit Roller, Media-Markt, Auto Weiss, TÜV und viele andere Gewerbetreibende niedergelassen haben, ist in der Nähe auf einem Areal von 4,5 Hektar am Schindberg der ESV zu finden.

Das Vereinsheim mit der Gaststätte, Freiplatz-Tennisanlage, Kleinfeldanlage als Rasenplatz, Gerätehaus, Freizeit-Grillanlage und vielen Parkplätzen sind der Stolz aller Mitglieder. Nicht zu vergessen unsere ehrwürdige Tennishalle, welche heute dem Trend der Zeit umgewidmet ist und nun als Fußballhalle ihre Dienste anbietet.

Hier auf diesem Flecken Erde bauen die Modellbahner ihre Module und die BSW-Gruppe hat sich dem Hobby der Fotografie verschrieben. Die Offroader haben eine der schönsten Rennstrecken – den Rhein-Main-Circuit – geschaffen. Hier trainieren die Basketballer, Fußballer,Tennisspieler, Leichtathleten. Die Angler sowie die Gymnastiker veranstalten im Vereinsheim ihre Treffs. Auf fünf Kegelbahnen lassen die Sportkegler im Training und im Wettkampf ihre Kugeln rollen. Die Freizeitkegler rollen die Kugeln zum Vergnügen. Und nebenan rollen die Züge hautnah an der Haustür vorbei. Das ist das Heute.

Würden die Männer der ersten Stunde um Hubert Reichelt und Heinz Landgraf heute noch einmal erscheinen, dann könnten sie die Früchte ernten, die sie damals im Juni 1958 säten. Denn zu dieser Zeit gibt es keine ausreichenden Räumlichkeiten und nur schlechte Trainingsmöglichkeiten für die beiden Abteilungen Tischtennis und Fußball. Unter sehr steinigen Bedingungen beginnt erst im März 1961 mit Hilfe einer Planierraupe der Aufbau eines Sportplatzes. Muskelkraft ist zu dieser Zeit gefragt. So schnappt man sich Schaufel und Schubkarren und rückt den Steinen  zu Leibe. Steine über Steine liegen auf dem Gelände am Schindberg. Und mancher träumt noch nachts davon.

Anfangs des Jahres 1971 wächst der Neubau eines Vereinsheims mit zusätzlichem Platz für eine vollautomatische Asphalt-Kegelbahn ständig in die Höhe. Drei Jahre später gibt es bereits zwei neue Tennisplätze für den weißen Sport.

Sozial sind die Eisenbahner schon immer eingestellt. So auch im August 1976 als ein Kinder-Spielplatz auf dem Gelände am Schindberg in Gegenwart von Bürgermeister Dorr eingeweiht wird. Die Weichen in Richtung Zukunft stellen die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung 1980 mit der Änderung der Satzung. Damals beschließt man, dass in Zukunft nur noch stimmberechtigte Delegierten an der Jahreshauptversammlung teilnehmen dürfen.

In die Vollen geht der ESV für den Erweiterungsbau des Vereinsheims im Jahre 1984. Eine halbe Million Deutsche Mark wollen die „Blau-Goldenen“ investieren. Das Ziel sind neue Umkleideräume mit modernen Toiletten, eine Vier-Bahnen-Kegelanlage, Trainings- und Fitnessräume. Dies ist für den Verein ein gewaltiger Schritt nach vorne, um dem zweitgrößten Verein in Bischofsheim mit 1142 Mitgliedern die Zukunft zu sichern.

Die größte Investition leistet man sich 1989 mit dem Bau der Drei-Feld-Tennishalle. Fast auf den Tag genau beträgt die Bauzeit vier Monate und im Dezember 1989 steht das Sportgelände unter Fahnenschmuck. In der Festrede betont Bürgermeister Döß: „Unsere Gemeinde ist jetzt um eine Attraktion reicher geworden“.

Für die Gesundheit wird auch einiges getan. Denn als Kooperationspartner in der „Aktion Gesundheitssport“ wird die Allgemeine Ortskrankenkasse in Groß-Gerau den ESV im Oktober 1993 einbinden. Zur Förderung des Ehrenamtes hat der Vorstand immer ein offenes Ohr. Nur zu gut weiß man, dass die Vielfalt der jetzigen Vereinslandschaft verkümmern wird, wenn es nicht die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen gibt. So kommen dann immer im Oktober die Getreuen ins Vereinsheim zur Ehrung.

Dass der ESV weiterhin ein soziales Fingerspitzengefühl für seine Mitglieder hat, spiegelt sich im Antrag wider, dass arbeitslose Mitglieder eine Reduzierung des Mitgliedsbeitrages beantragen können.

Wie einige andere Eisenbahner-Sportvereine in dieser Region gehört der ESV jetzt auch zu den Großgrundbesitzern. In der Versammlung im März 2006 stellen die Delegierten die Weichen für den Kauf des 4,5 Hektar großen Geländes am Schindberg. In diesem Netzwerk können jetzt die vielen Abteilungen des ESV konzentriert ihre Aktivitäten ausleben. Im Foyer des Vereinsheimes werden die Besucher bereits eingestimmt auf das 50-jährige Bestehen des Vereins. Mit einem Querschnitt aus dem Wirken der neun Abteilungen kann der Betrachter die Attraktivität aus dem Sport- und Freizeitbereich kennen lernen.

Abteilungen

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