Treue zum ESV ist eine Herzenssache

Jubilaren- und Sportler werden an diesem Abend geehrt

(hl) – Ein alter Brauch des Eisenbahner-Sportvereins Blau-Gold Bischofsheim ist im Oktober der Ehrenabend. Mit dabei sind alle siegreichen Sportlerinnen und Sportler, die das blau-gelbe Banner auf das berühmte Treppchen brachten. Selbstverständlich mit dabei auch die langjährigen aktiven und passiven Jubilare, die mindestens 15 Jahre dem ESV die Treue gehalten haben.

Mit seinen 51 Lebensjahren ist der ESV zwar noch ein Jungspund unter den vielen älteren Vereinen in Bischofsheim, welche locker ihre 75 Jahren und mehr auf dem Buckel haben. Aber Meister haben wir schon immer in unseren Reihen gehabt und werden diese auch noch in der Zukunft zeigen können.

Mit der Begrüßung der Ehrengäste mit Bürgermeister Reinhard Bersch, Werner Neufeld und Otto Steinert als Ehrenmitglieder des ESV, sowie Helmut Schnoor vom Vereinsring Bischofsheim fing der Reigen des Ehrenabends an. „Der ständige Wechsel des Geschehens durch alle 51 Jahre ist mit Personen des ESV Bischofsheim eng verbunden“, so Otto Baitz in seiner Eröffnungsrede, „die eine treue Mitgliedschaft, eine ehrenamtliche Mitarbeit und in leitenden Positionen diesen Verein getragen haben“.

Dass dies nicht alle zur Ehrung anstehenden Mitglieder so sehen, ergab sich aus der vorhandenen Ehrenliste. „Von den 24 Jubilaren sind leider heute Abend nur 10 dabei, wobei keiner der Jubilare für die 15-, 20- oder 25-jährige Mitgliedschaft anwesend ist“, bedauerten Baitz und Knödler das Desinteresse an dieser Feier.

Also begann man für 30 Jahre Mitgliedschaft Sylvia Nowak und Hermann Schlömer zu ehren. Seit 35 Jahren halten Karl-Hans Gräber und Karl-Heinz Römer dem ESV die Treue. Hedwig Lang und Werner Schmarowsky sind seit 40 Jahren dabei. Thomas Feldmann, Martha Neufeld, Manfred Olesch und Fritz Prell brachten es auf 45 Jahre Treue zum ESV.

Für sportliche Leistungen konnten Otto Baitz und Nils Knödler, letzterer als Mitglied der Abteilung Angeln & Casting seine Abteilungskollegen ehren. So holte Oliver Schmarowski sich den Titel eines Deutschen Meisters im Meereswerfen (Casting). Und im Binnenwerfen (Casting) schaffte er mit nur einem Punkt Differenz die Vizemeisterschaft. Zusammen mit Bernd Schmarowski holten sich die Fischer in beiden Disziplinen auch noch die Deutsche Meisterschaft.

Aus den Bereichen der Freizeitabteilungen gelang es Gerhard Frank aus der Abteilung Automodellsport Offroad in der Kategorie „Buggy 1:8“ sich den Titel eines Deutschen Meisters zu erkämpfen. Und wenn man eine Woche noch zurückblickt, dann feierten die Modellbahner bei den 9. ESV-Modellbahntagen im Bürgerhaus Bischofsheim ebenfalls große Erfolge. Das brachte zwar keinen Meistertitel, aber 1202 Besucher können sich nicht irren.

Der Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine (VDES) als Dachverband aller Eisenbahner-Sportvereine würdigte am Ende der Ehrungen noch Herbert Lang, Abteilungsleiter der Abteilung Modellbahn/Modellbau und Pressesprecher des ESV mit der silbernen Ehrennadel für die besondere Leistung um den Eisenbahnersport. Von der Abteilung Angeln & Casting bekam Abteilungsleiter und Präsident des Verbandes Hessischer Fischer, Niklas Hafenrichter, die goldene Ehrennadel des VDES, ebenfalls für die besondere Leistung um den Eisenbahnersport.

Dass solche Feierlichkeiten, trotz aller Sparmaßnahmen, nicht zum 0-Tarif zu haben sind, wird jedem einleuchten. Und je nach Umfang muss der Verein entsprechend tief in die Tasche greifen. Beim ESV lief dies anders. „Danken darf ich den Sponsoren des heutigen Abends, für die Sachspenden der Kreissparkasse Groß-Gerau. Für Geldspenden geht mein Dank an die Volksbank Mainspitze e.G. und an die Sparda Hessen,“ so Otto Baitz.

Zum Schluss ging es in den gemütlichen Teil über. Diesen Part eröffnete Charly Koch mit seiner Küchencrew. Mit vorzüglichem Essen und Getränken im Kreise der großen Vereinsfamilie gab es regen Gesprächsbedarf über  vergangene Zeiten, aber auch die Zukunft war Thema dieses Abends. Als die letzten Gäste sich auf den Heimweg machten, stand der Vollmond leuchtend über dem 4,5 Hektar großen Gelände. Als wollte er noch den Heimkehrern zurufen: „Schaut her, was ihr alles geschaffen habt, und das in 51 Jahren“. Treue zum ESV ist und bleibt auch in Zukunft eine Herzenssache.