Wir bewegen den ESV mit Herz

Wir bewegen den ESV mit Herz und treiben Sport vor Ort

(hl) – Einmal im Jahr liegt das Schicksal des ESV in den Händen der gewählten Delegierten aus zehn Abteilungen, Vorstand und Ehrenmitgliedern. So begrüßte der 1. Vorsitzende Otto Baitz im vollbesetzten Vereinsheim die Anwesenden und ging dann gleich zur Tagesordnung über.

Neben den Baumfällaktionen wies er auf die Umgestaltung des 4,5 Hektar großen Areals hin. „Dies ist eine wichtige Maßnahme, um das Sport- und Freizeitzentrum weiter auszubauen“, so der Vereinschef. Auch die Kinderfreundlichkeit war an diesem Abend ein Thema. So sind Kinder bis 12 Jahren beitragsfrei, wenn ein Elternteil Mitglied im ESV ist. Außerdem können Kinder bis zu vier Jahren für einen Euro die Mitgliedschaft erhalten. Mit dem Motto „Wir bewegen den ESV mit Herz und treiben Sport vor Ort“ schloss Otto Baitz den Geschäftsbericht.

Die Berichte der Abteilungen brachten wieder das bekannte Spiegelbild eines ESV, der mit zehn Abteilungen die Zukunft nicht zu fürchten braucht. Im Bereich Turnierwerfen der Abteilung Angeln & Casting ist in Deutschland der Name Schmarowski ein fester Begriff. So holte sich Oliver Schmarowski wieder in den Disziplinen Binnen- und Meeresfischen jeweils den Vizemeistertitel. Mit dem Team des Verbandes Hessischer Fischer e.V. holte er noch den Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters 2010. Neben den sportlichen Aktivitäten steht die Hege des Silbersees an erster Stelle.

Um Sieg und Punkte kämpften die Offroader auf dem Rhein-Main-Circuit. Beim Warm-Up, dem Hessen-Cup und dem Robitronic-Cup konnten ihre kleinen Bolliden einmal zeigen, welche Bärenkräfte in ihnen steckten. Ganz anders präsentierte sich die Abteilung Basketball. Seit Gründung im Jahre 2004 führt sie ein Schattendasein. Nun will man noch einmal eine Kehrtwendung einläuten. Denn neue Gesichter mit neuen Ideen streben einen kontinuierlichen Spielbetrieb an.

Der Titel eines „Weltmeister im Trainieren“ haftet weiterhin den Fußballern an. Schichtdienst und an den Wochenenden die Heimfahrt der Mannen um Trainer Hermann Schlömer lassen somit keinen Spielbetrieb aufkommen. Bei den Gymnastikern bietet man weiterhin die bewährten Übungsstunden an. Erfreulich, dass diese Gruppen weiterhin sehr guten Zuspruch finden.

Ebenso positive Effekte entwickelten die Großbahner 5 Zoll. Zum Bau der ersten Teilstrecke rann viel Schweiß von den Stirnen. Haben die 30 Großbahner insgesamt 10200 Arbeitsstunden geleistet. Jetzt  liegen 625 Meter Gleis und 25 Weichen im Boden. Dazu benötigte man noch 6000 Schwellen mit insgesamt 25000 Schrauben und Muttern. Dafür mussten auch noch 3000 Tonnen Erde bewegt werden. Weitere 200 Tonnen Schotter und 18 Tonnen Steine wurden in den Untergrund verbuddelt. Und für dieses Jahr werden für den zweiten Bauabschnitt ebenfalls 625 Meter angepeilt.

Erfreuliches auch bei den Sportkeglern. Die Mannschaft „Adler Frauen Mix“ gewann wieder die Meisterschaft. Während die „Adler Herren“ mit einem Mittelplatz sich in ihrer Klasse zufrieden geben mussten. Zufriedene Mienen auch bei den Leichtathleten. Denn bei vielen Meisterschaften standen die jungen Athleten auf dem Treppchen. Der Trainingsablauf war gut organisiert und wird auch weiterhin den Leistungsanforderungen angepasst. Dafür sind sechs Übungsleiter in den verschiedenen Bereichen tätig. Die noch junge Sparte Triathlon entwickelte sich ebenfalls prächtig.

Große Ereignisse sind für die Modellbahner die jährlich stattfindenden ESV-Modellbahntage Bischofsheim und der Bischofsheimer Weihnachtsmarkt. Mit 1226 Besuchern erreichte man wieder eine stattliche Besucherzahl. Neben den vielen Schauanlagen war ein Flugsimulator als Cockpit des Airbus 320 ein richtiger Anziehungsmagnet. Zum Abschluss des Jahres dann die Präsentation im Palazzo auf dem Bischofsheimer Weihnachtsmarkt. Ein Wermutstropfen, es fehlte das Bindeglied zum Rosengarten in Form der Lichterkette. So blieb es auch nicht aus, dass das Fehlen des weihnachtlichen Lichtes von vielen Besuchern bemängelt wurde.

Natürlich ging es an diesem Abend auch um das liebe Geld. Der Kassenbericht 2010 wurde vom 1. Vorsitzenden Otto Baitz vorgetragen. Revisor Wolfgang Fischer bestätigte eine korrekte Buchführung und Kasse. Das endete dann in der Entlastung des geschäftsführenden Vorstandes. Auch der neue Haushalt 2011 trägt die Handschrift einer sparsamen Haushaltsführung.

Wahlen standen für die nächsten vier Jahre an. Otto Baitz bleibt weiterhin 1. Vorsitzender und Herbert Lang wird neuer 2. Vorsitzender, Josef Andiel bleibt 2. Kassierer, Reinhard Meixner bleibt 1. Schriftführer. Weitere Positionen, wie 1. Kassierer und 2. Schriftführer, konnten an diesem Abend leider nicht besetzt werden. Der Ehrenrat bleibt mit Volker Gottschalk, Wilfried Lang und Werner Schmarowski ebenfalls in bewährter Form erhalten. Als Kassenprüfer fungieren Ruth Römer, Monika Schmarowski und Frank Baumann. Den Wahlen stimmten die Delegierten mit großer Mehrheit zu.

Einen Antrag mussten die Delegierten an diesem Abend noch genehmigen. Dieser kam von den Großbahnern mit der Maßgabe, dass Neumitglieder jetzt einen einmaligen Sonderbeitrag in Höhe von 100 Euro zu leisten haben. Auch hier große Zustimmung. Somit alles in trockenen Tücher? Fast alles, denn die Nichtbesetzung der beiden Positionen im geschäftsführenden Vorstand kann und darf nicht zu einem Dauerzustand führen.