Junge Talente stehen im Vordergrund

Ehrenabend des ESV von Erfolg gekrönt

(hl) – Wenn das Kalenderblatt den Oktober anzeigt, dann lebt ein alter Brauch des ESV wieder auf. Nämlich Dank sagen an die siegreichen Sportlerinnen und Sportler sowie die Mitglieder zu ehren, die auch weiterhin dem ESV die Treue gehalten haben. Nun, dieser Tag war wieder gekommen und das Vereinsheim entsprechend geschmückt für die geladenen Gästen. „Alle Vereine haben ihre Geschichte, haben im Laufe der Zeit Höhen und Tiefen, gute Zeiten und schlechte Zeiten, Krisen wechseln mit glanzvollen Epochen. Und immer ist dieser Wechsel durch alle Jahre mit Personen des ESV verbunden, die in leitenden Positionen, durch treue Mitgliedschaft oder ehrenamtlicher Mitarbeit den Verein getragen haben“. So die einführenden Worte des 1. Vorsitzenden Otto Baitz.

Ein Dankeschön ging auch an die Sponsoren des Abends. So stiftete die Kreissparkasse Groß-Gerau Sachpreise. Geldspenden kamen von der Volksbank Mainspitze und der Sparda Hessen. Gedankt wurde auch den Gemeindegremien in Bischofsheim für die positiven Beschlüsse zur Vergrößerung der Großbahnanlage. Die in der zweiten Baustufe bereits 1600 Meter Gleislänge aufweist und somit Bundesligareife besitzt.

Bürgermeisterin Ulrike Steinbach betonte in ihrer Begrüßungsrede, „dass der ESV als aktiver Verein sich dem Zeitgeist angepasst hat. Und dies hervorragend in die Bischofsheimer Landschaft passt“.

Beginnen wir nun die Ehrungen mit einer jungen Athletin. Celine Zangenfeind, eine 11-jährige Schülerin. Beim Abendsportfest im Helmut-Schön-Sportpark in Wiesbaden lief sie die 2000-Meter-Strecke mit 7:24,34 Minuten eine neue Bestzeit. Damit knackte sie einen 17 Jahre alten Kreisrekord von Maria Cabella. Zwei weitere Titel gab es im Rahmen des „Rieslingman“ und im letzten Rennen des hessischen Triathlon-Nachwuchses in Rüdesheim. Sie wurde Hessische Triathlonmeisterin 2011 und Siegerin des HTV-Cup 2011. Das war aber noch nicht alles. Auch im Duathlon ist die junge Athletin Spitze. Beim entscheidenden Rennen in Baunatal stand sie auf dem oberen Treppchen und ein weiterer Titel als hessische Landesmeisterin nahm sie mit nach Hause. Die Freude über die Ehrung an diesem Abend stand Abteilungsleiter Andreas Unkart im Gesicht geschrieben.

Wechseln wir jetzt die Sportart. Marvin Recker aus der Abteilung Angeln & Casting wurde Gewinner des Söhre-Cups im Casting-Dreikampf in der Altersklasse 10 bis 14 Jahre. Das bedeutet, dass er an einer Deutschen Meisterschaft  und sogar an den Qualifikationsturnieren für die Europa- und Weltmeisterschaft teilnehmen kann.

Den jugendlichen Reigen beendeten Luca Bethke und Luca Krüger von der Abteilung Automodellsport Offroad. Hier kämpften zwei hoffnungsvolle Talente in der Rennsaison um jeden Zentimeter Vorsprung um die ersten Plätze. Die Entscheidung fiel letztendlich im letzten Rennen in Ober-Mörlen. Und sie fiel zugunsten von Luca Bethke. Er gewann den Hessen-Cup 2011 Hobby und den Hessen-Cup 2011 Jugendwertung. Luca Krüger musste sich in beiden Disziplinen mit dem zweiten Platz begnügen.

Natürlich gab es an dem Abend auch erwachsene Sportler zu ehren. Setzen wir mit den Offroad-Piloten fort. Gerhard Frank war besonders erfolgreich. Bei den Europameisterschaften B 2011, Seniorenwertung 40 Plus holte er sich in Lyon (Frankreich) den zweiten Platz. Weiterhin konnte er in Welden (Allgäu) bei den Deutschen Meisterschaften 2011 Buggy, Seniorenwertung 40 Plus, den Titel mit nach Hause nehmen. Aussichtsreicher Favorit war er auch in der Klasse Deutsche Meisterschaften 2011 Truggy, Seniorenwertung 40 Plus. Die Entscheidung musste im letzten Rennen fallen, das für ihn ein Heimspiel war. Denn der Austragungsort war Bischofsheim. Hier auf dem Rhein-Main-Circuit klappte alles nach Maß. Gerade die Sprungserien, Steigungen oder die Kurven mit ihrer Außenneigung wurden vom Piloten bestens gemeistert. So fegte dann ein getoppter Flitzer mit 70 Stundenkilometer durch die technisch anspruchsvolle Anlage zum Sieg. Nicht zu vergessen auch noch seinen Gewinn des Hessen-Cups 2011, Seniorenwertung 40 Plus.

Markus Müncheberg startete ebenfalls bei den Europameisterschaften B 2011, Seniorenwertung 40 Plus und erreichte den zweiten Platz. Und als letzter Offroader holte sich Maximilian Cordts den Titel im Hessen-Cup 2011, Expert. Hier wäre noch anzumerken, dass der Pilot zu den Top Ten der besten Fahrer Deutschlands gehört.

Die schon seit Jahren erzielten nationalen und internationalen Erfolge der Offroader sowie die erstklassige Anlage des Rhein-Main-Circuit, übrigens eine der schönsten und schwierigsten Anlagen in Deutschland, werden jetzt belohnt. Der Verband Deutscher Minicar-Clubs erteilte die Genehmigung zur Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2014.

Casting – Spitzensportler in diesem Bereich sind dem ESV nicht fremd. Denn sie betreiben schon lange Turnierwurfsport der Spitzenklasse. Das bedeutet weites und exaktes Werfen der Angelrute, an der ein 160 Gramm schweres Gewicht befestigt ist und auf Zielscheiben geworfen werden muss. In der Meisterklasse (19 bis 49 Jahre) holte sich Oliver Schmarowski den Titel eines Hessenmeisters im Turnierwurfsport der Meeresfischer. Mit einer Wurfweite von 156 Meter erzielte er bei neun Würfen auch neun Treffer. Mit der hessischen Herrenmannschaft wurde er auch noch Deutscher Mannschaftsmeister des Verbandes Hessischer Fischer.

Verlassen wir nun den sportlichen Bereich und kommen zu den Jubilaren, die jahrzehntelang dem ESV die Treue hielten. Hier konnte man  erfreulicherweise zur Kenntnis nehmen, dass die meisten Jubilare den Weg zum ESV fanden. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurden Anneliese Klein, Anna Nowak, Kerstin Recker, Ulrike Scholles und Hildegard Schlömer geehrt.

Seit 20 Jahren gehört Karl Sattler zu den Blau-Goldenen und 25 Jahre Treue zum Verein hielten Marie-Luise Fries, Werner Fries, Roswitha Gantenberg-Kopf, Reinhard Meixner und Hiltrud Schuricht. Bei den 35-ern waren es Erika Eckert, Peter Eckert, Manfred Hoffmann, Willi Meier, Bernd Schmarowski, Oliver Schmarowski und Inge Schulz. Für 40 Jahren Mitgliedschaft standen Walter Niering und Monika Schmarowski bereit.

Der Abschluss wie immer. Das gemütliche Beisammensein im Kreise Gleichgesinnter. Unterbrochen durch den Part von Charly Koch und seiner Küchencrew mit vorzüglichem Essen und Getränke. Und so manche Erinnerungen an vergangene Zeiten lebten wieder auf. Dass auch ein Blick in die Zukunft des Vereins geworfen wurde, zeigt doch, dass man die sportlichen Entwicklungen und Veränderungen sehr genau unter die Lupe nahm und teils auch mit Sorge betrachtet.