Ein rabenschwarzer Tag des ESV Bischofsheim

Es fehlen Mitarbeiter für die Bewältigung der Vereinsarbeit

(hl) – Im 55. Jahr des Bestehens des ESV Bischofsheim konnten leider bei den Neuwahlen für den geschäftsführenden Vorstand die vakanten Positionen des 2. Vorsitzenden sowie des 1. und 2. Kassierers nicht geschlossen werden. Wichtige Positionen, die für einen eingetragenen Verein von großer Bedeutung sind. Denn nach § 26 des BGB sind der 1. Vorsitzende, der 2. Vorsitzende und der 1. Kassierer zeichnungsberechtigt. Mindestens aber zwei Personen. Und die sind im Moment nicht vorhanden. Was hier hervorragend funktioniert ist die Geschäftsstelle des ESV. Da geht alles seinen normalen Gang.

Beginnen wir mit der Begrüßung des 1. Vorsitzenden Otto Baitz an die anwesenden 39 Delegierten aus den Abteilungen. Nach dem Gedenken an den verstorbenen ehemaligen 2. Vorsitzenden und Ehrenmitglied Otto Steinert stand der Geschäftsbericht 2012 auf dem Programm. Schwerpunkt des Berichtes von Otto Baitz waren die beiden Säulen „Wegeführung“ und „Baumaßnahmen“ im ESV Sport- und Freizeitzentrum. „Ein sehr teures Objekt ist der Austausch unserer Abwasserleitung in Höhe von 17.000 Euro. Diese Maßnahme wurde einfach durchgeführt ohne den Verein zu kontaktieren. Erst als die Rechnung ins Haus flatterte, war man informiert. Die Einschaltung eines Fachanwaltes war somit notwendig.“

Auch das Vier-Bahnen-Kegelzentrum kam an diesem Abend zur Sprache. „Auch hier laufen die Kosten an Wartung und Reparaturen aus dem Ruder“ so Otto Baitz und fährt fort: „Es fehlt auch hier an Mitarbeiter zur Betreuung des Kegelzentrums. Wenn dies so weiter geht, dann wird es unter Umständen geschlossen werden.“

Natürlich waren an diesem Abend die Ausführungen des 1. Vorsitzenden Otto Baitz nicht alle negativ. Der Neujahrsempfang sowie der Ehrungsabend für die verdienten Sportlerinnen und Sportler nebst den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft zeigten den Gegensatz auf. Verstärkt werden soll die Mitgliedergewinnung und die Weiterentwicklung des Sport- und Freizeitbetriebes. Mit einem Dank an die Mitarbeiter des Vereins für die Arbeit in den Abteilungen, sowie an den Pächter der Gaststätte und den Gremien der Gemeindeverwaltung Bischofsheim schloss Otto Baitz sein Bericht.

Die Berichte der Abteilungen vermittelten eine positive Bilanz der Aktivitäten. Darüber wird in einem weiteren Artikel berichtet werden. Für den Ehrenrat sprach Werner Schmarowski den kürzestens Satz an diesem Abend: „Im Berichtszeitraum 2012 gab es keine Beanstandungen.“ Der Kassenbericht wurde von Otto Baitz vorgetragen und per Beamer den Anwesenden sichtbar gemacht. So gab es bei den Einnahmen und Ausgaben des Berichtszeitraumes wieder einen ausgeglichenen Haushalt. Der Bericht des Revisors Frank Baumann bestätigte die Korrektheit der Finanzen. Über den Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr 2013 gab es ebenfalls keinen Diskussionsbedarf und die Entlastung des geschäftsführenden Vorstandes war dann nur noch eine Formsache.

Knackpunkte waren wieder die schon am Anfang beschriebenen Positionen des 2. Vorsitzenden und des 1. und 2. Kassenwartes, die nicht besetzt werden konnten. Besetzt wurden die Positionen des 2. Schriftführers mit Monika Schmarowski und Herbert Lang als Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Als Kassenprüfer wird Hans Helmus fungieren.

Wie geht es nun weiter im ESV? Nach Aussagen des 1. Vorsitzenden Otto Baitz wird noch einmal mit dem erweiterten Vorstand gesprochen. Darüber hinaus gibt es eine weitere Delegiertenhauptversammlung mit dem einzigen Tagungsordnungspunkt Wahlen. Eine kritische Zeit für den ESV in Bischofsheim mit den aktiven Abteilungen, welche den Namen weit über die Grenzen von Hessen getragen haben. Drücken wir die Daumen, dass dieses Dilemma ein gutes Ende nimmt.