50 Jahre ESV und immer jung geblieben

Die Festwoche kann beginnen

(hl) – Es sind jetzt 50 Jahre geworden und ab Freitag,13.6.2008, beginnt die langersehnte Festwoche mit der Jubiläumsveranstaltung im Bürgerhaus Bischofsheim, sowie an den weiteren Tagen auf dem Sportgelände am Schindberg.

Die Heimstatt des ESV Blau-Gold Bischofsheim e.V. ist immer noch weit entfernt von der Ortsmitte der Gemeinde Bischofsheim. Dort, wo sich heute mit Roller, Media-Markt, Auto Weiss, TÜV und viele andere Gewerbetreibende niedergelassen haben, ist in der Nähe auf einem Areal von 4,5 Hektar am Schindberg der ESV zu finden.

Das Vereinsheim mit der Gaststätte, Freiplatz-Tennisanlage, Kleinfeldanlage als Rasenplatz, Gerätehaus, Freizeit-Grillanlage und vielen Parkplätzen sind der Stolz aller Mitglieder. Nicht zu vergessen unsere ehrwürdige Tennishalle, welche heute dem Trend der Zeit umgewidmet ist und nun als Fußballhalle ihre Dienste anbietet.

Hier auf diesem Flecken Erde bauen die Modellbahner ihre Module und die BSW-Gruppe hat sich dem Hobby der Fotografie verschrieben. Die Offroader haben eine der schönsten Rennstrecken – den Rhein-Main-Circuit – geschaffen. Hier trainieren die Basketballer, Fußballer,Tennisspieler, Leichtathleten. Die Angler sowie die Gymnastiker veranstalten im Vereinsheim ihre Treffs. Auf fünf Kegelbahnen lassen die Sportkegler im Training und im Wettkampf ihre Kugeln rollen. Die Freizeitkegler rollen die Kugeln zum Vergnügen. Und nebenan rollen die Züge hautnah an der Haustür vorbei. Das ist das Heute.

Würden die Männer der ersten Stunde um Hubert Reichelt und Heinz Landgraf heute noch einmal erscheinen, dann könnten sie die Früchte ernten, die sie damals im Juni 1958 säten. Denn zu dieser Zeit gibt es keine ausreichenden Räumlichkeiten und nur schlechte Trainingsmöglichkeiten für die beiden Abteilungen Tischtennis und Fußball. Unter sehr steinigen Bedingungen beginnt erst im März 1961 mit Hilfe einer Planierraupe der Aufbau eines Sportplatzes. Muskelkraft ist zu dieser Zeit gefragt. So schnappt man sich Schaufel und Schubkarren und rückt den Steinen  zu Leibe. Steine über Steine liegen auf dem Gelände am Schindberg. Und mancher träumt noch nachts davon.

Anfangs des Jahres 1971 wächst der Neubau eines Vereinsheims mit zusätzlichem Platz für eine vollautomatische Asphalt-Kegelbahn ständig in die Höhe. Drei Jahre später gibt es bereits zwei neue Tennisplätze für den weißen Sport.

Sozial sind die Eisenbahner schon immer eingestellt. So auch im August 1976 als ein Kinder-Spielplatz auf dem Gelände am Schindberg in Gegenwart von Bürgermeister Dorr eingeweiht wird. Die Weichen in Richtung Zukunft stellen die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung 1980 mit der Änderung der Satzung. Damals beschließt man, dass in Zukunft nur noch stimmberechtigte Delegierten an der Jahreshauptversammlung teilnehmen dürfen.

In die Vollen geht der ESV für den Erweiterungsbau des Vereinsheims im Jahre 1984. Eine halbe Million Deutsche Mark wollen die „Blau-Goldenen“ investieren. Das Ziel sind neue Umkleideräume mit modernen Toiletten, eine Vier-Bahnen-Kegelanlage, Trainings- und Fitnessräume. Dies ist für den Verein ein gewaltiger Schritt nach vorne, um dem zweitgrößten Verein in Bischofsheim mit 1142 Mitgliedern die Zukunft zu sichern.

Die größte Investition leistet man sich 1989 mit dem Bau der Drei-Feld-Tennishalle. Fast auf den Tag genau beträgt die Bauzeit vier Monate und im Dezember 1989 steht das Sportgelände unter Fahnenschmuck. In der Festrede betont Bürgermeister Döß: „Unsere Gemeinde ist jetzt um eine Attraktion reicher geworden“.

Für die Gesundheit wird auch einiges getan. Denn als Kooperationspartner in der „Aktion Gesundheitssport“ wird die Allgemeine Ortskrankenkasse in Groß-Gerau den ESV im Oktober 1993 einbinden. Zur Förderung des Ehrenamtes hat der Vorstand immer ein offenes Ohr. Nur zu gut weiß man, dass die Vielfalt der jetzigen Vereinslandschaft verkümmern wird, wenn es nicht die vielen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen gibt. So kommen dann immer im Oktober die Getreuen ins Vereinsheim zur Ehrung.

Dass der ESV weiterhin ein soziales Fingerspitzengefühl für seine Mitglieder hat, spiegelt sich im Antrag wider, dass arbeitslose Mitglieder eine Reduzierung des Mitgliedsbeitrages beantragen können.

Wie einige andere Eisenbahner-Sportvereine in dieser Region gehört der ESV jetzt auch zu den Großgrundbesitzern. In der Versammlung im März 2006 stellen die Delegierten die Weichen für den Kauf des 4,5 Hektar großen Geländes am Schindberg. In diesem Netzwerk können jetzt die vielen Abteilungen des ESV konzentriert ihre Aktivitäten ausleben. Im Foyer des Vereinsheimes werden die Besucher bereits eingestimmt auf das 50-jährige Bestehen des Vereins. Mit einem Querschnitt aus dem Wirken der neun Abteilungen kann der Betrachter die Attraktivität aus dem Sport- und Freizeitbereich kennen lernen.